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CAD Standards in AutoCAD 2009 - Teil1
Standards in AutoCAD 2009
In unserem Alltag
werden wir oft mit nicht standardisierten CAD Daten konfrontiert. Die
Stapelweise Standardsprüfung und der Werkzeugkasten "CAD-Standards" des AutoCAD
sind eine hervorragende Hilfe beim Einhalten von Standards. Ich starte hiermit
eine kleine Serie von Artikeln, in denen diese Features anhand von einfachen
Beispielen erklärt werden. Als Einstieg erwähne ich gerne die Wichtigkeit von
CAD Richtlinien, Vorlagen und die nötige Unterstützung aus den Chefetagen.
Obwohl über das Thema
sehr viel geschrieben werden kann, habe ich mich möglichst kurz gehalten.
CAD Richtlinien
Die
Verwendung von CAD Richtlinien ist nicht mehr wegzudenken. Wieso? Mit
standardisierten Daten seid Ihr schnell. Mit einfachen Skripten oder mit dem
Aktionsrekorder wird Zeit gespart. Solche einfache Programme helfen nur wenn sie
an standardisierten Daten appliziert werden. In der Schweiz verwenden die
meisten Firmen der Baubranche die SIA Layerorganisation. In den USA wird der
U.S. National CAD Standard oft verwendet. Aber eigentlich, es spielt keine Rolle
welche Richtlinie verwendet wird. Die Hauptsache ist: CAD Richtlinien sind
notwendig. Die Verwendung von Richtlinien in einem Bauprojekt muss vertraglich
festgehalten sein. Die Regelung ist sattelfest, erfüllt den Zweck und die
Projektbeteiligten halten sich daran. Vorteilhaft ist, wenn viele Firmen immer
die gleiche Richtlinie verwenden. Ich habe mich während meiner Arbeit möglichst
an die vereinbarten Richtlinien der Projekte gehalten. Ich muss zugeben, es gibt
einfache und komplexe Regelungen. Einfache jedoch zweckmässige Richtlinien sind
heute sehr gefragt. Die Unterstützung aus der Geschäftsleitung ist ebenfalls
sehr wichtig. Durch Massnahmen im Datenaustausch gewinnt Ihr Zeit, und alle
Chefs unterstützen dies. Als Auftragnehmer, wenn ihr die fertigen CAD Daten
immer richtig beim Auftraggeber abliefert, so bleiben die Aufträge eher bei euch.
Die Verwendung von CAD Standards zwingt euch sehr direkt die eigenen
Arbeitsabläufe zu optimieren, was auch gut ist. Ich würde gerne weiter zu diesem
Thema schreiben. Dies vielleicht in einem anderen Artikel.
CAD Objekte und Standards
Seit längerer Zeit
verwendet AutoCAD das Konzept von "Templates" oder Vorlagen. Die vereinbarten
Standards werden in dieser .dwt Datei gespeichert. Nach einigen Erfahrungen mit
dem Gebrauch von Vorlagen wurde festgestellt, dass gewisse Anwender die
Standards nicht immer einhalten. Die Gründe dafür sind meistens: schlechte
Standards, rebellierende CAD User, Personalfluktuation, etc. Die hier
beschriebenen Features sind seit dem AutoCAD 2002 im Programm vorhanden. Primär
ist für Projekte oder interne Zwecke, eine .dwt Datei notwendig. Zu einer
definierten Vorlage (.dwt) gehören mindestens die folgenden Objekte dazu:
Definierte
Layernamen und die dazugehörigen Layereigenschaften wie: Farben, Linientypen,
Linienstärken und Plotstile.
Bemassungsstile.
Einheiten wie Zoll,Meter, Millimeter, etc.
Textstile.
Definierte Layerfilter und Layerzustände.
Layouts und Planköpfe.
Systemvariablen die im .dwt gespeichert werden.
In der "Stapelweise
Standardsprüfung" und in den "CAD-Standards" des AutoCAD sind Plugins für
Bemassungsstile, Layer, Linientypen und Textstile vorhanden. Diese Elemente
werden wie folgt geprüft:

Bemassungsstile:
Die Namen der Bemassungsstile und deren Variablen sind in der Standardsdatei (.dws)
gespeichert und Verletzungen der Variablen werden während der Prüfung erkannt.
Layer:
Berücksichtig bei den Layer werden die Eigenschaften im Layermanager wie:
Layernamen, Farben, Linientypen und Linienstärken. Die Layerzustände werden
nicht geprüft. Es besteht trotzdem die Möglichkeit den einzelnen Objekten
verschiedenen Eigenschaften zu zuweisen. Das bedeutet, ich kann einer Linie die
Eigenschaft VonBlock, oder eine andere Farbe vergeben. Solche Veränderungen sind
möglich und werden nicht als Standardsverletzung erkannt. Das Plugin beschränkt
sich auf die definierten Eigenschaften des Layermanagers.
Textstile: Die
Namen der Textstile und deren Attribute werden in der Prüfung berücksichtigt.
Dazu gehören Fonts, Höhen und Effekte dazu.
Linientypen:
Auch hier werden die Namen der Linientypen geprüft und vor allem ihre
Beschaffenheit. Ich beziehe mich auf die Geometrie des Musters, sprich
definierte Abstände und Längen der Abschnitte, etc.
Die Features werden
als Kontrollprogramm beim Erhalt von Daten, bevor der Datenexport stattfindet
und während des Projekts verwendet. Die "Stapelprüfung" bearbeitet mehrere
Zeichnungen hingegen die "CAD Standards" nur die aktuelle. Die "Stapelprüfung"
ist nicht in der Lage die Standardsverletzungen zu korrigieren, dennoch ist das
erstellen eines Fehlerprotokolls möglich.
Konsistenz vor dem Export
Ich
habe meine Daten soweit fertig verarbeitet. Der Kunde, eine Firma die meine .dwgs
später verwaltet, erwartet meine Pläne gemäss vereinbarter CAD Richtlinie.Im
Laufe der langjährigen Zusammenarbeit mit meinem Auftraggeber stellen wir fest,
dass wir Beide nicht in der Lage sind die Selben Standards zu verwenden. Obwohl
dies einiges erleichtern würde. Nun, weil mein Auftraggeber weniger Layer
verwendet, habe ich zu erst eine .dws Datei erstellt, die Layerzuweisungen
enthält. Aber an diesem Schritt wage ich mich in einem anderen Beitrag. Viel
wichtiger ist, dass während der Bearbeitung des Projekts meine Standards nicht
bereits bei mir intern verletzt werden. Um diese Konsistenz zu garantieren ist
das folgende notwendig: Bei jedem Projekt wird eine .dwt Datei verwendet. Alle
Projektbeteiligten greifen auf die gleiche Vorlage zu. Der CAD Manager
organisiert und verwaltet die Vorlagen. Der automatische Zugriff auf die
Projektvorlage wird im Profil geregelt. Mein Profil heisst "MeinProjekt" und zu
den Profilen gelangt man über die Optionen, oder tippt "O" und Enter in der
Befehlszeile ein. Damit das Ganze funktioniert muss das Profil "MeinProjekt" im
Register "Profil" der Optionen, auf aktuell gesetzt sein.
Hier die
Pfadeinstellungen der Vorlage:

Es ist möglich mit einem definierten Starticon oder Startverknüpfung das
gewollte Profil automatisch zu starten. Damit dies richtig funktioniert muss das
gewünschte Profil bereits importiert sein.
Die komplette Zeile
im Bereich "Ziel" sieht bei mir wie folgt aus:
"C:\Programme\AutoCAD
2009\acad.exe" /nologo /p "MeinProjekt"
Ein einfacher Weg um
eine Startverknüpfung zu erstellen ist, eine bestehende zu kopieren und den
Eintrag im "Ziel" zu ändern. Wobei nicht alle Firmen führen die
Softwareinstallationen gleich aus, daher achtet auf eure Pfade.
Nun ist der Zugriff
auf das richtige .dwt während dem Projekt gesichert. Im nächsten Newsletter
werde ich meine Projektvorlage mit einer Standardsdatei verknüpfen und auf die
wichtigsten Funktionen der Features eingehen. So Keep the Standards alive!!

Jose De Jesus
BOD AUGIde
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